Warum Piraten wohl ein schlechtes Image haben

Zwei Beispiele aus dem Alltagsleben machen vielleicht deutlich, dass auch ein noch so gutes Programm in Sekundenbruchteilen bedeutungslos werden kann:

1. Regensburg Bundesparteitag.

Irgendwann wird klar, dass man im Halteverbot steht (wenn auch nur durch Richtungspfeile gekennzeichnet, die von den parkenden Fahrzeugen verdeckt werden). Die Polizei ist fleißig und will sich den Umsatz der rund 20 Delinquenten nicht entgehen lassen, aka sie tut ihre Pflicht.

Ich erkläre dem Beamten höflich die Situation, er ist genauso höflich und belässt es bei einer Belehrung. Dann tritt ein ungepflegt aussehender Pirat hinzu und beschimpft den Beamten, dass er es nur auf Piratenpartei abgesehen hätte und die in der Nähe beim Kirchgang befindlichen Menschen verschont. Es folgt eine Tirade an Verschwörungstheorien.

Ich fahre weg und suche mir einen jetzt freigewordenen legalen Parkplatz. Der „Pirat“ darf sich einer eingehenden Befragung stellen. Ob sich eine erkennungsdienstliche Behandlung anschließt, konnte ich nicht mehr verfolgen. Aber bei der Lautstärke durchaus vorstellbar.

2. Twitter zum BPT Regenburg

Ein Pirat mit Hang zur Selbstdarstellung twittert irgendwas von „Pimmelliste“ und meint wohl die Liste der Mitglieder des Bundesvorstandes. Keine Pointe.

Selten habe ich eine Organisation erlebt, deren Mitglieder zu einem erheblichen Teil mit dem ICE durch die Kinderstube gerast sind. Da muss man sich dann über die Außenwirkung nicht mehr wundern.